Helbig klärt auf: „Nicht bei jedem Patienten sind Zahnimplantate an einem Tag möglich“ (Presse-Veröffentlichung) - Zahn.Arzt.Praxis. Marl | Dr. Helbig

Helbig klärt auf: „Nicht bei jedem Patienten sind Zahnimplantate an einem Tag möglich“ (Presse-Veröffentlichung)

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Normalerweise sind mehrere Behandlungen notwendig, um fest implantierte Zähne zu gewährleisten. Und oft ist das auch noch mit Schmerzen verbunden. Sind die neuen Zähne erst mal implantiert, hört das Engagement zunächst nicht auf. Bis sich das Zahnfleisch und der Kieferknochen an die neuen Implantate gewöhnt haben, müssen die Patienten mit einem Ziehen und Stechen im Kiefer leben.

Viele Zahnärzte werben mit Zahnimplantaten, die an einem Tag eingepflanzt werden können und suggerieren, dass das bei jedem Patienten möglich ist und auch die sofortige Belastung möglich ist. Dr. Helbig verspricht dies nicht, er sagt: Feste Zähne an einem Tag sind nicht bei jedem möglich. Auch müssen Wartezeiten für die Belastung der neuen Zähne eingehalten werden. Vielmehr muss der Patient gewisse Voraussetzungen erfüllen, damit zum Beispiel die All-on-6-Methode (als eine von mehreren) funktioniert. Dabei werden über individuell angefertigte Schienen/Schablonen die Implantate schonend für das Zahnfleisch/Knochen eingesetzt.

Ganz ohne Schmerzen geht das sicher auch nicht, aber überschaubar und ohne viele Termine sofern der Patient dafür geeignet ist. 100% BUER hat mit dem Arzt gesprochen und ihn gefragt, wie er das schafft.

Wieso garantieren Sie nicht bei jedem feste Zähne an einem Tag?

Immer wieder liest man Werbeversprechen wie „feste Zähne an einem Tag“, aber bei den Wenigsten ist das auch so uneingeschränkt tatsächlich möglich. Denn dafür muss der Patient gewisse Voraussetzungen erfüllen. So darf sich etwa das Zahnfleisch nicht zu weit zurückgebildet haben. Es muss Entzündungsfreiheit bestehen. Und natürlich muss der Kieferknochen in ausreichendem Maße vorhanden sein. Das A und O, um feste Zähne an einem Tag beim Patienten herzustellen, ist die Knochensituation. Hat der Patient genug Knochenmasse, können wir bei uns im Labor im Vorfeld eine Brücke herstellen, die nach der erfolgreichen Implantation individuell eingepasst wird. Extrem wichtig für schöne, feste Zähne innerhalb eines Tages ist das Zusammenspiel zwischen Praxis und Labor. Hier ist es fast unabdingbar direkt vor Ort zu sein, was bei uns zum Beispiel durch unser Team im praxiseigenen Labor gewährleistet ist.

Was unterscheidet die All-on-6-Methode von den herkömmlichen Verfahren?

Vor allen Dingen ihre schonende Anwendung. Durch abgeschrägte Implantate und mit Hilfe einer computergestützten Schablone umgehen wir den Knochenaufbau und können so abgewinkelt implantieren, im Oberkiefer auch an der naheliegenden Kieferhöhle vorbei. Durch diese Methode können die Patienten anschließend sofort mit ihren neuen Zähnen die Praxis verlassen und die Implantate vorsichtig belasten.

Was passiert, bevor der Patient seine neuen festen Zähne bekommt?

Erst mal analysieren wir alle Patientenunterlagen, das heißt, wir schauen uns die 3D-Röntgenbilder des Kiefers an und testen im Vorfeld kinesiologisch das Implantat-Material und die Stellen auf Körperverträglichkeit. Das passiert alles in der Vorbereitung auf den besonderen Tag, bevor der Patient die Praxis betritt, um seine Zahnimplantate an einem Tag zu bekommen.

Wie gehen Sie bei der Behandlung genau vor?

Zunächst betäuben wir lokal, das heißt die Spritze, die sie schon von der normalen Behandlung her kennen. Danach wird die Implantation mittels der zuvor erwähnten Schablone vorgenommen, die wir individuell mit dem Computer im Labor hergestellt haben. Die Schiene ist dabei mit das wichtigste Element, weil sie dafür sorgt, dass wir die Implantate passgenau an der geplanten Stelle einsetzen können. Es werden in der Regel sechs Implantate in einem Kiefer eingepflanzt. Nach der Implantation wird dann noch die zuvor hergestellte Brücke angepasst, die wir mit Hilfe der Smile-Analyse nach den Bedürfnissen des Patienten anfertigen. Diese Brücke wird mit Zement anschließend provisorisch eingesetzt. Und das war’s.

Was für Voraussetzungen muss der Patient erfüllen, damit die Methode richtig angewendet werden kann?

Der Patient muss aber über genügend Knochenmasse verfügen, damit wir an einem Tag die Behandlung abschließen können. Es dürfen keine Entzündungsherde im Kieferknochen vorhanden sein und der Patient sollte grundsätzlich gesund oder stabil eingestellt sein.

Was geschieht denn, wenn der Patient nicht genügend Knochenmasse hat?

Sollte jemand keinen oder nicht genügend stabilen Knochen haben, gäbe es noch die Möglichkeit der All-on-4-Methode, mit der andere Zahnärzte werben. Wir haben uns aber in unserer Praxis dagegen entschieden, da sie nach unserer persönlichen Auffassung zu wenig Stabilität verspricht. Wenn es selbst für das All-on-4-Verfahren zu wenig Kieferknochen gibt, setzen wir lieber auf geeignete, herkömmliche Aufbaumaßnahmen für den Knochen. Diese Verfahren haben alle eins gemeinsam: Sie müssen vom Körper akzeptiert werden. Das dauert zwischen vier und acht Monate. Danach kommt dann gegebenenfalls die Implantation und ab dann ist jede Form von Zahnersatz möglich.

Kann man bei jedem Patienten sofort bestimmen, ob feste Zähne an einem Tag möglich sind?

Ja! Aber wie oben beschrieben, ist die Situation von Patient zu Patient unterschiedlich. In komplizierteren Fällen ist eine mehrmalige Vorstellung und intensive Beratung nötig. Wir können aber nach der ersten Übersichtsaufnahme ziemlich genau festlegen, ob feste Zähne an einem Tag machbar sind oder nicht.

Was ist die All-on-6-Methode?

Bei der All-on-6-Behandlung wird über eine Schablone der feste Zahnersatz auf sechs Implantaten eingesetzt. Diese Versorgung gewährleistet Stabilität sowie funktionelle Ästhetik und wirkt präventiv gegen den Knochenabbau.
Dabei erleidet der Patient kaum Schmerzen, da für die Implantate das Zahnfleisch nicht geöffnet werden muss. Die Methode basiert auf folgender Behandlungsgrundlage:

    • Backwards-Planning – „Rückwärts-Planung“: Der „ideale“ Zahnersatz (Provisorium aus Kunststoff) wird auf den Implantaten vor der chirurgischen Implantation gefertigt
    • Röntgendiagnostik: Bestimmung von Knochenbeschaffenheit und anatomischen Gegebenheiten
    • 3D-computergestützte Implantatplanung
    • Herstellung einer Bohrschablone nach Vorgabe des idealen Zahnersatzes
    • Implantation

Was ist die Smile-Analyse?

Bei der Smile-Analyse werden hochauflösende Digitalfotos vom Gesicht und den Zähnen gemacht, um zu schauen,
wie Zähne und Zahnfleisch aussehen und wie sich Mimik und Emotionen auf das Lächeln auswirken. Hiermit wird gewährleistet, dass der Zahnarzt jedem Patienten ein individuelles schönes Lächeln geben kann. Anhand der Fotos wird die Ausgangssituation definiert und dem Patienten werden Behandlungsalternativen aufgezeigt. Am Bildschirm plant der Zahnarzt gemeinsam mit dem Patienten dann das für den Patienten perfekte Lächeln.

Zahnarzt Dr. Helbig
Dr. Eberhard Helbig
PRAXISLEITUNG
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