Welche Arten von Veneers gibt es? - Veneers im Vergleich
Veneers sind sehr dünne Verblendschalen, die meist aus Keramik gefertigt und auf der sichtbaren Oberfläche der Zähne befestigt werden. Sie können unter bestimmten Voraussetzungen eingesetzt werden, um beispielsweise Zahnfarbe (Link: Mit Bleaching zurück zum Lächeln), Zahnform, kleinere Defekte oder leichte Unregelmäßigkeiten im Frontzahnbereich zu verändern (Link: Vor- und Nachteile von Veneers). Dabei gibt es unterschiedliche Arten von Veneers, die sich unter anderem hinsichtlich Material, Stärke und notwendiger Vorbereitung der natürlichen Zähne unterscheiden. Welche Variante geeignet ist, hängt von der individuellen Zahnsituation und dem gewünschten Behandlungsziel ab.
Unterscheidung.
Grundsätzlich lassen sich Veneers unter anderem danach unterscheiden, ob der natürliche Zahn vor dem Einsetzen präpariert werden muss. Man spricht entsprechend von klassischen Prep-Veneers und sogenannten Non-Prep-Veneers.Daneben unterscheiden sich Veneers hinsichtlich ihrer Materialstärke, des verwendeten keramischen Werkstoffs und der Art ihrer Herstellung. Welche Versorgung sinnvoll ist, wird deshalb für jeden Zahn individuell geplant.
Prep-Veneers vs. Non-Prep-Veneers.
Mehrheitlich entscheiden sich Patienten in Deutschland für die sogenannten Prep-Veneers, die es in verschiedenen Ausführungen gibt. Um diese Haftschalen dauerhaft am Zahn anbringen zu können, ist eine oberflächliche Präparation des Zahnes erforderlich. Wie umfangreich die Präparation ausfällt, hängt von der individuellen Ausgangssituation und dem gewünschten Ergebnis ab.
Direkt im Anschluss erhalten die behandelten Zähne schützende Provisorien für die Wartezeit auf die endgültige Zahnverblendung. Die Veneers werden in unserem Labor angefertigt. Sie bestehen aus Presskeramik oder individuell geschichteten Glaskeramikkernen.
Da bei klassischen Prep-Veneers natürliche Zahnsubstanz abgetragen wird, ist die Behandlung grundsätzlich als dauerhafte Entscheidung zu betrachten.
Non-Prep-Veneers hingegen sind ein spezieller Typ von hauchdünnen Verblendschalen, die bei geeigneten Voraussetzungen ohne oder mit nur sehr geringer Präparation der natürlichen Zahnoberfläche befestigt werden können. Nach einer Abformung des Zahnbogens fertigt ein speziell ausgebildeter Zahntechniker diese Veneers im Dentallabor in einem aufwendigen Verfahren aus einer besonderen Keramikmasse an. Auch das Klebeverfahren erfordert besonderes Geschick und Erfahrung des Zahnarztes.
Funktion.
Mit keramischen Veneers lassen sich Form, Farbe und Proportion der sichtbaren Zahnflächen gezielt verändern. So können beispielsweise kleinere Zahnlücken, bestimmte Verfärbungen, unregelmäßige Zahnformen oder leichte optische Fehlstellungen ausgeglichen werden.
Die Veneers werden mithilfe spezieller adhäsiver Befestigungsmaterialien dauerhaft mit der vorbereiteten Zahnoberfläche verbunden.
Prep- oder Non-Prep-Veneers - Was ist besser?
Beide Verfahren haben unterschiedliche Einsatzbereiche. Bei Prep-Veneers lässt sich durch die gezielte Vorbereitung des Zahnes mehr Raum für die keramische Gestaltung schaffen. Das kann beispielsweise bei deutlicheren Veränderungen von Zahnform oder Zahnfarbe von Vorteil sein. Dafür wird natürliche Zahnsubstanz abgetragen.
Non-Prep-Veneers können bei geeigneten Voraussetzungen besonders substanzschonend eingesetzt werden. Da sie direkt auf der Zahnoberfläche befestigt werden, eignen sie sich jedoch nicht für jede Zahnform, Zahnstellung oder gewünschte Veränderung.
Welche Variante das ästhetisch und funktionell sinnvollste Ergebnis ermöglicht, lässt sich deshalb nicht pauschal beantworten. Entscheidend sind die individuelle Ausgangssituation, die Gesundheit der Zähne und das gewünschte Behandlungsziel.
Verwendete Materialien.
Für Veneers kommen unterschiedliche Materialien und Herstellungsverfahren infrage. Besonders häufig werden keramische Werkstoffe verwendet. Sie ermöglichen eine individuelle Gestaltung von Farbe, Form und Lichtwirkung und zeichnen sich durch eine hohe Farbstabilität aus.
Eine weitere Möglichkeit sind direkte Verblendschalen beziehungsweise Aufbauten aus zahnfarbenem Komposit. Das Material wird direkt am Zahn modelliert und kann sich insbesondere für kleinere Formkorrekturen oder Defekte eignen.
In einem persönlichen Beratungsgespräch untersuchen wir Ihre Zähne und besprechen gemeinsam, welche Möglichkeiten für Ihre individuelle Situation infrage kommen.
Mehr Wissen finden Sie in "Helbig informiert" Link: Das komplette Wissen über Veneers
Weitere Themen finden Sie in "Wissen im Blog" Link: Helbig Zahnmedizin: Wissen im Blog
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