Behandlung mit Lachgas – nicht nur für angstpatient:innen!
Die Sedierung mittels Lachgas wird immer noch sehr häufig bei der Behandlung von Angstpatient:innen eingesetzt. Herzrasen, Schwitzen oder Zittern sind Anzeichen von Angst vor einem Besuch beim Zahnarzt. Die Ursachen sind vielfältig, das Resultat meist das selbe: weitere Zahnarztbesuche werden gemieden – oft jahrelang. Darunter leidet die Zahngesundheit und es können schlimme Schmerzen auftreten. Zähne, Zahnfleisch und Kiefer sind in Gefahr, wenn Sie sich nicht behandeln lassen.
Eine Lachgassedierung kann dabei helfen, die Behandlung entspannter zu erleben. Sie kommt jedoch nicht nur bei Zahnarztangst infrage. Auch bei einem ausgeprägten Würgereiz oder längeren Behandlungen kann Lachgas eine sinnvolle Unterstützung sein.
Das Verfahren ist gut steuerbar und die Wirkung klingt nach Ende der Lachgaszufuhr in der Regel schnell wieder ab.
Wie läuft eine Behandlung mit Lachgas ab?
Unsere Patient:innen bekommen vor der Behandlung eine Nasenmaske aus Silikon, durch die entspannt ein- und ausgeatmet werden kann. Die Sedierung wird mit reinem Sauerstoff begonnen, die Lachgaskonzentration wird nach und nach gesteigert. Während der gesamten Behandlung bleiben Sie ansprechbar und atmen selbstständig. Nach Abschluss der Behandlung wird die Lachgaszufuhr beendet und für kurze Zeit reiner Sauerstoff gegeben. Die Wirkung des Lachgases klingt in der Regel rasch wieder ab.
Bevor Sie die Praxis verlassen, überprüfen wir, ob Sie sich wieder vollständig erholt fühlen. Ob Sie anschließend selbst am Straßenverkehr teilnehmen dürfen, besprechen wir individuell mit Ihnen.
Welche Auswirkungen hat die Sedierung auf mich?
Lachgas wirkt beruhigend und entspannend und kann die Wahrnehmung von Schmerzen reduzieren. Viele Patient:innen beschreiben ein Gefühl von Leichtigkeit oder angenehmer Distanz zur Behandlung.
Während der Sedierung bleiben Sie bei Bewusstsein, ansprechbar und können mit uns kommunizieren. Gleichzeitig kann Lachgas den Würgereiz reduzieren und die Wahrnehmung der Behandlungsdauer verändern. Dadurch können auch längere Behandlungen als angenehmer empfunden werden.
Wichtig: Eine Lachgassedierung ersetzt bei schmerzhaften Eingriffen nicht grundsätzlich die örtliche Betäubung. Welche Form der Betäubung zusätzlich erforderlich ist, hängt von der jeweiligen Behandlung ab.
Für wen ist die Behandlung mit Lachgas geeignet?
Wir empfehlen eine Sedierung mit Lachgas nicht nur für Angstpatient:innen, sondern setzen sie auch bei starkem Würgereiz, längeren Behandlungen oder bei jungen Patient:innen ein. Ein Vorteil der Lachgassedierung ist, dass Sie während der Behandlung bei Bewusstsein, ansprechbar und reaktionsfähig bleiben. In einem gemeinsamen Gespräch klären wir gerne Ihre Bedenken und beantworten alle offenen Fragen.